Windows Server 2019 – Ein Ausblick

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Die gute Nachricht gleich vorweg: Auch 2018 erscheint mit Windows Server 2019 eine Serverversion mit 5 Jahren Mainstream und 5 Jahren Extended Support. Die On-Premises Welt bleibt uns also für mindestens 10 weitere Jahre erhalten. In der zweiten Jahreshälfte 2018 soll es soweit sein.

SAC / LTSC – was war das noch gleich?

Mittlerweile existieren zwei Versionen des Windows Servers. Entsprechend dem Semi-Annual Channel Modell von Windows 10 existiert parallel „Windows Server“ (ohne Jahreszusatz). Diese Version wird kontinuierlich weiterentwickelt, hat dafür aber auch nur 18 Monate Support, spätestens dann muss ein Feature Update durchgeführt werden. Man kennt den Releasezyklus ja bereits von Windows 10. Der Nachteil: die „Desktop Experience“ – also die graphische Oberfläche – steht hier nicht zur Verfügung.

Windows Server 2019 (ebenso wie Server 2016) basiert auf dem Long Term Servicing Channel. Dabei wird für den Support wie gehabt das 5+5 System angewendet. Wer das Servicing-Modell von Windows 10 nicht auch noch für Server managen möchte (und eine GUI haben will), der kann das hiermit also weiterhin wie gewohnt tun.

Was ist neu in Windows Server 2019

Grundsätzlich baut Windows Server 2019 zum Großteil auf Server 2016 auf. Viele bereits bestehende Features werden weiter ausgebaut.

Hybrid Cloud

Microsoft setzt einen Großteil seiner Ressourcen für die Cloud ein. Doch selbst in Redmond weiß man, dass das Zusammenspiel aus On-Prem und Cloud noch jahrelang bestehen wird. Bereits seit einiger Zeit entwickelt Microsoft „Project Honolulu“, ein Browser-basiertes Verwaltungstool für Windows Systeme, aber auch Cloud Features wie Azure Backup und Azure File Sync.

Security

Das Thema Sicherheit bleibt der Dauerbrenner. Angreifer benötigen im  Schnitt keine 48 Stunden nach einer ersten Infektion, um in eine IT-Infrastruktur einzubrechen. Gerade die Problempunkte rund um Credential Theft im Bezug auf Windowssysteme sind noch Vielfach ungelöst (zu viele hoch-privilegierte Konten, unsichere Virtualisierungsplattformen, ungesicherte DC Backups, Administration auf Standard-Workstations, etc.).

Neben Credential Guard (welches auch in Windows 10 existiert) brachte Server 2016 bereits das Shielded VM Konzept zur Absicherung virtueller Maschinen mit. Server 2019 erweitert diese Funktion um Linux VMs. Encrypted Networks sollen jetzt außerdem die Kommunikation zwischen mehreren Servern schützen.

Außerdem erhält Server 2019 die native Unterstützung für Windows Defender Advanced Threat Protection (ATP). Die von diesem Sensor gesammelten Daten können dann im Defender ATP ausgewertet werden. Bisher war dazu noch die Konfiguration über z. B. SCCM oder ein manuelles Deployment Script notwendig.

Application Platform

Neben der reinen Infrastruktur wendet sich Microsoft auch immer mehr Entwicklern und dem Containerkonzept zu, wie man es schon lange von Linux oder z. B. Docker kennt. Hauptänderung ist hier die weitere Verkleinerung Basis Container Image in Server Core (aktuell 5 GB). Microsoft strebt eine Verringerung um 72 % an.

Zusätzlich wird Kubernetes für Windows Server Container unterstützt. Mit Windows 10 wurde bereits das „Windows Subsystem on Linux“ (WSL) eingeführt – ein weitere Subsystem, dass native Unterstützung von Linux innerhalb von Windows ermöglicht. Insider Builds von Windows Server enthielten dieses bereits seit längerem, mit Windows Server 2019 hält es auch in die LTSC-Version des Servers Einzug.

Hyper-Converged Infrastructure (HCI)

HCIs werden aktuell als der „latest trend“ im Serverbereich gesehen. Allzu abwägig ist diese Einschätzung nicht. Rechenstarke Server mit hoch-performanten lokalen Laufwerken sind für viele Anwendungsfälle gut geeignet. Mit Windows Server Funktionen wie Storage Spaces Direct können so gerade aus I/O Gesichtspunkten leistungsstarke und skalierbare Servereinheiten aufgebaut werden. Ziel ist ein „Software-Defined Datacenter“. Wenn das für Sie nach Cloudrechenzentrum klingt, dann haben Sie Recht. Viele Funktionen in Windows Server entwickelt Microsoft auch aus dem eigenen Bedarf für Azure. Diese Hyper-Converged Cluster werden sich zukünftig ebenfalls über Project Honolulu verwalten lassen.

System Center

Zu guter Letzt: System Center 2019 wird Windows Server 2019 unterstützen.

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