Ignite 2018 Neuigkeiten

 In Exchange, Microsoft 365, Security, Top Stories

Noch bis zum 28. September 2018 findet in Orlando, Florida, die Microsoft Technologie-Konferenz Ignite statt. Aus der ganzen Welt sind IT-Professionals und Influencer, Entwickler und Daten-Experten angereist, um die aktuellen Neuigkeiten aus erster Hand zu erfahren. Auch infoWAN hat Experten entsendet, um persönlich mit den Produktentwicklern von Microsoft zu sprechen. Ihre Erkenntnisse können Sie auf unserer kostenlosen Roadshow erfahren.

In diesem Blogbeitrag haben wir für Sie schon mal die Neuigkeiten der ersten Tage kurz zusammengefasst. Weitere Ankündigungen werden folgen:

Microsoft Authenticator – das Ende des Passwortes

Die neue App mit Namen Microsoft Authenticator ermöglicht es Nutzern, sich ohne ein Passwort in ihrem Microsoft-Konto anzumelden. Für alle Anwendungen, die mit einem Azure Active Directory verbunden sind, können sich Nutzer ebenfalls mit der App anmelden. In Unternehmen mit besonders hohen Sicherheitsanforderungen können Administratoren über die App auch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einführen. Microsoft geht davon aus, dass mit der Microsoft Authenticator App das Risiko eines Identitätsdiebstahls deutlich verringert wird.

Eine Anmeldung ohne Kennwort verläuft wie folgt: Ein Nutzer meldet sich mit seinem Benutzernamen bei seinem Microsoft-Konto an. Im zweiten Schritt fügt er kein Passwort ein, sondern authentifiziert sich z. B. per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN an seinem mobilen Endgerät.

Microsoft Threat Protection

Eine weitere Neuheit, die auf der Ignite angekündigt wurde, ist Microsoft Threat Protection. Dieses Angebot wird Administratoren in der Verwaltungskonsole von Microsoft 365 zur Verfügung stehen. Zu den Komponenten von Microsoft Threat Protection gehören unter anderem Windows Defender ATP, Office 365 Advanced Threat Proctection, Azure Security Center, Azure Advanced Threat Protection. Alle Bestandteile sind tief miteinander integriert für einen intelligenten Schutz. Mit Microsoft Threat Proctection können Administratoren Schwachstellen in E-Mails, Dokumenten, Benutzerkonten und der Infrastruktur automatisch erkennen, untersuchen und ggf. beseitigen. So sollen Administratoren sehr viel Zeit bei Sicherheits-Routinearbeiten sparen.

Secure Score umfasst jetzt auch Azure Security Center

Für eine noch einfachere Verwaltung der Sicherheitseinstellung in Unternehmen erweitert Microsoft den Secure Score um das Azure Security Center. Wie in unserem Blog beschrieben, hatte Microsoft den Office 365 Secure Score erst im Mai um Microsoft 365 erweitert. Der Secure Score hilft Unternehmen ihr Sicherheitsniveau einzuschätzen und gibt Empfehlungen, wie sie ihr Sicherheitsniveau erhöhen können.

Auf Basis des Secure Scores unterstützt infoWAN Unternehmen bei der kontinuierlichen Steigerung des Sicherheitslevels mit iW Managed Tenant Security.

Exchange Server 2019

Microsoft gab weitere Informationen zu Exchange Server 2019 bekannt. Der Zielmarkt sind große Unternehmen, die nicht nach Exchange Online migrieren möchten. Der Fokus dieser Version liegt explizit nicht bei neuen Endbenutzer Funktionen.

Exchange Server 2019 erfordert Windows Server 2019 und Microsoft empfiehlt die Verwendung der Server Core Version aus Gründen der erhöhten Sicherheit. Bei einem Server Core sind weniger installierte Funktionen vorhanden, diese sind auch für einen Mailserver nicht notwendig. Dies verringert die Angriffsfläche für einen potentiellen Angreifer. Eine signifikante Änderung ist die empfohlene Minimum Memory Konfiguration von 128 GB RAM. Dies ist bedingt durch einen Wechsel von .NET Workstation Garbage Collection (GC) Mode zu Server GC Mode für bestimmte IIS Application Pools. Die Suche wurde optimiert und zum ersten Mal können nun SSDs für Caching Zwecke eingesetzt werden.

Die Unified Messaging Role wird nicht mehr unterstützt in Exchange Server 2019.

In den nächsten Tagen werden weitere Details veröffentlicht werden.

Wichtige Meldungen in Microsoft Teams

Neue Funktionen für Teams

Auf der Ignite stellte Microsoft folgende neue Funktion für Teams vor:

  • Background Blur: Bei einer Videokonferenz können Nutzer mit dieser Funktion das Bild des eigenen Hintergrunds unscharf stellen. Die Gesichtserkennung ermöglicht, dass der Fokus nur auf dem Gesprächspartner liegt.
  • Besprechungen aufnehmen: Teams kann Meetings auf Wunsch aufzeichnen. Personen, die eine Besprechung verpasst haben, können so nachträglich Ton, Video und Inhalte anschauen. Für Besprechungen auf Englisch können Nutzer auf ein automatisches Transkript von Stream zugreifen und es nach Schlüsselwörtern durchsuchen.
  • StaffHub-Funktionen gehen zu Teams: StaffHub-Funktionen wie Schicht- und Aufgabenmanagement und Home stellt Microsoft demnächst in Teams zur Verfügung. Im Gegenzug wird Microsoft StaffHub zum 1. Oktober 2019 einstellen.
  • HIPAA Compliance: Speziell für die Gesundheitsbranche bietet Teams ab sofort eine Möglichkeit zur sicheren Kommentierung von Bildern. Bis zum Ende des Jahres soll eine weitere Funktion die Möglichkeit bieten, dringende Aufrufe zu übermitteln.
  • Dynamische Gruppen: Über das Azure Active Directory (AAD) können Administratoren demnächst dynamische Gruppen verwalten und Regeln definieren. Wenn sich die AAD Attribute eines Nutzers ändern, wird er automatisch einer Gruppe hinzugefügt bzw. entfernt.
  • Data Loss Prevention (DLP) für Teams. Mit DLP sollen Unternehmen sensible Daten wie Kreditkartennummern oder Patientenakten schützen können.
Microsoft Team Hintergrund unscharft

Windows Virtual Desktop

Auf der Ignite hat Microsoft des Weiteren den Windows Virtual Desktop angekündigt. Windows und Office sollen innerhalb weniger Minuten skalierbar als virtuelle Maschinen über Azure zur Verfügung gestellt werden können.

Microsoft stellt Kunden folgende Vorteile in Aussicht:

  • Der einzige Dienst für den virtuellen Einsatz von Windows 10 für eine Vielzahl von Anwendern
  • Office 365 Pro Plus skalierbar für eine Vielzahl von Anwendern
  • Der einzige Dienst, in dem die Sicherheitsupdates für Windows 7 bis Januar 2023 (vgl. Windows 7 ESU) ohne zusätzliche Kosten verfügbar sind, für eine einfachere Migration von Anwendungen zu Windows 10
  • Die Virtualisierung soll sowohl für den gesamten Desktop als auch für einzelne Apps möglich sein
  • Microsoft 365 Conditional Access, Data Loss Prevention und das integrierte Management sollen von Haus aus dabei sein

Weitere Neuigkeiten

  • Windows Server 2019 wird ab Oktober 2018 allgemein verfügbar sein
  • Microsoft 365 Admin Center: Intelligente Vorschläge, eine vereinheitlichte Bedienoberfläche und personalisierte Dashboards sollen die Verwaltung von Anwendungen, Diensten, Daten und Geräten vereinfachen.
  • Microsoft Search angekündigt: Die Suchfunktion wird in Edge, Bing, Windows und Office ein einheitliches Design haben. Nutzer können Kontakte, Dateien und Informationen innerhalb und außerhalb von Microsoft 365 finden. Durch maschinelles Lernen soll die Suche individuell passende Ergebnisse liefern können und Fragen automatisch beantworten können.
  • OneDrive-Dateien On-Demand für Mac: OneDrive zeigt alle Dateien in der Suche an, lädt sich aber nur herunter, wenn ein Nutzer sie wirklich benötigt, um Speicherplatz und Datenvolumen zu schonen.
  • Gemeinsame Bearbeitung von Dateien mit LinkedIn-Nutzern: Wenn Nutzer Ihr LinkedIn-Profil mit Office 365 verbinden, können sie mit ihren sozialen Kontakten gemeinsam Online-Dateien in Word, Excel und PowerPoint bearbeiten. Zudem können Nutzer E-Mails direkt an LinkedIn-Kontakte senden. Der Roll-out dieser Option soll in Kürze beginnen.
  • Das Surface Hub 2 soll im zweiten Quartal 2019 zur Verfügung stehen.
  • Compliance Manager: Der Compliance Manager stellt ab sofort zwölf Evaluierungsvorlagen, die auf verschiedene Branchen zugeschnitten sind.
  • Open Data Initiative von Microsoft, Adobe und SAP: Die drei Unternehmen planen den Datenaustausch zwischen ihren Anwendungen und Plattformen (Adobe Experience Cloud, Adobe Experience Platform, Microsoft Dynamics 365, SAP C/4HANA and S/4HANA) durch ein einheitliches Datenmodell zu vereinfachen. Die Daten sollen in einem Datensee auf Azure gespeichert werden. Kunden können dann wählen, wie sie Ihre Daten analysieren möchten.
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